Samstag, 12. April 2014

Meine ersten Versuche

Hallo liebe Leser,

dies hier ist mein erster Versuch einen Blog zu schreiben, deshalb bitte ich Anfängerfehler zu entschuldigen. Warum ich überhaupt darauf komme, einen Blog zu schreiben? Nun, wie der Titel vielleicht bereits verrät, hadere ich schon seit einiger Zeit in meinem Leben mit dem großen Thema "Liebe". Kürzlich hab ich auch leider mal wieder etwas erlebt, was mich sehr unglücklich gemacht hat. Und da ich schon immer gern geschrieben habe und meine Probleme, Ängste und Sorgen am liebsten mit so vielen Menschen wie möglich teile, hat mir meine Kollegin den Tipp gegeben einfach mal einen Blog zu schreiben. Denn wenn ich schon schreibe, dann kann ich meine Gedanken ja auch versuchen mit anderen zu teilen.

Vielleicht ganz kurz etwas zu meiner Person, ich bin 32 Jahre alt, komme aus einer Großstadt, habe einen guten Job in dem ich mich sehr wohlfühle und bin seit über 5 Jahren Single. Ich denke, dass ich eine ganz normale Frau bin, aber das vermutet sicherlich jeder von sich. Ich bin wirklich schlecht in etwas über mich selbst zu schreiben, deshalb sollten diese Infos für diesen Blog auch erst mal reichen.

Also kommen wir am Besten mal zum Thema. Die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt immer wieder zu versuchen einen Partner zu finden und sich zu verlieben um am Ende dann doch nur enttäuscht zu werden beschäftigt mich schon seit einiger Zeit. Ich bin sehr sehr oft in meinem Leben enttäuscht worden. Auch in meinem Freundeskreis bekomme ich immer wieder die gleichen Geschichten mit. Man verliebt sich, wenn man denn überhaupt soweit kommt, man verbringt ein paar schöne Stunden miteinander, vielleicht sogar über mehrere Wochen, aber am Ende ist es dann vorbei und mindestens einer ist unglücklich. Wenn man nicht gerade die große Liebe findet, und wie oft passiert das heutzutage schon noch...

Ich war leider schon immer ein Mensch, für den alles was er erlebt, ob nun gut oder schlecht, nur die Hälfte wert war, wenn man es nicht mit Jemandem teilen konnte und das Gefühl gehabt hat, dass sich Jemand für sein Leben interessiert. Deshalb war ich auch nie gern allein. Aber seit 5 Jahren gelingt es mir aus den verschiedensten Gründen einfach nicht, Jemanden zu finden, den ich halten kann und der mir das gibt, was ich möche. Es gab immer nur die besagten Enttäuschungen. Und genau aus diesem Grund hatte ich mir eine kleine Mauer aufgebaut. War eigentlich zufrieden in meinem Leben. War mit mir einig, dass ich niemanden bräuchte um mein Leben zu genießen. Gut, ich war nun nicht besonders glücklich so, aber eben auch nicht unglücklich. Und ich hatte auch wirklich nicht das Verlangen einen Mann kennenzulernen.

Nun, wie das immer so ist, wenn man nicht direkt sucht, passiert es eben schneller als man denkt und schon habe ich einen wirklich tollen Mann kennengelernt. Es kam mir so vor, als wäre er fast zu gut für mich, weil von Anfang an einfach alles stimmte und mir bis heute eigentlich nichts einfällt, was negativ an ihm ist. Mir wurde wieder bewusst, wie schön es doch eigentlich ist Jemanden zu haben, der für einen da ist. Einfach das Gefühl zu haben, ja da ist Jemand. Wenn man am Tag etwas schlechtes erlebte einfach nur kurz an ihn zu denken und alles wieder gut zu finden. Er hat einfach neuen Schwung in mein Leben gebracht. Ich konnte mein Glück demnach gar nicht fassen, ließ alle Mauern einreißen und ließ ihn in mein Herz.

Aber leider war das wieder mal ein sehr großer Fehler. Ich hätte ja schon früher merken müssen, dass das nicht klappen kann, es gab schon einige Situationen die mir hätten sagen müssen, lass ihn nicht so nah an dich ran, aber man möchte das dann in den Situationen ja nicht wahr haben, egal wieviele Freunde einem etwas anderes sagen, und versucht zu kämpfen und zu kämpfen. Glaubt daran, dass alles gut wird. Macht sich Hoffnungen wo vielleicht gar keine sind. Aber man kann es eben nicht verhindern. Naja zumindest konnte ich es nicht.

In der Zeit mit ihm habe ich mich eigentlich nie wirklich sicher gefühlt. Das resultiert sicherlich aus meinen Erfahrungen, die ich zuvor zu oft erlebt habe. Ich hatte immer Angst, die nächste Nachricht die ich von ihm bekomme, ist negativ und alles ist vorbei. Aber es war nicht so. Immer wieder war es schön wenn wir Zeit miteinander verbracht haben. Und ich hatte auch immer das Gefühl, dass er gern Zeit mit mir verbracht hat, was er mir auch mehr als einmal gesagt hat. Aber wenn er nicht da war, war die Angst da. Was dazu führte, dass ich das Ganze eigentlich nur genießen konnte wenn er bei mir war. Und jetzt wo ich das erste mal das Gefühl hatte mich relativ sicher fühlen zu können, passiert genau das wovor ich die ganze Zeit Angst hatte. Er beendet es. Mit einer feigen Email. Ohne mir auch nur den Hauch einer Chance zu lassen mich dazu zu äußern. Es trifft mich völlig unerwartet in dem Moment. Und es tut sehr sehr weh. Die Begründung von ihm? Naja, ich kann es gar nicht so genau sagen, da ich es selbst nicht 100%ig verstehe aber ich glaube zusammenfassend ist es wohl so etwas wie "es liegt nicht an dir, es liegt an mir...", "ich kann dir nicht das geben was du brauchst...", "ich bin nicht bereit für eine Beziehung..." bla bla bla... Wie wir aber natürlich alle wissen denken Frauen dann sowieso immer etwas anderes, so also auch ich, also denke ich natürlich, dass es nur an mir liegt. Was wieder ein bisschen am Selbstbewusstsein kratzt.

Im Nachhinein betrachtet, war ich in der ganzen Zeit eigentlich mehr unglücklich und ängstlich als dass ich überschwänglich glücklich gewesen bin, so wie das ja eigentlich sein sollte wenn man gerade frisch verliebt ist...

Tja, und nun sitze ich hier und bade natürlich in Selbstmitleid. Und frage mich erneut, war es das alles wert? Die paar Stunden, in denen ich glücklich war im Gegensatz zu dem Schmerz, der jetzt da ist? Warum sollte man sich das immer und immer wieder antun? Sollte man da nicht einfach von vornherein drauf verzichten? Ich weiß es einfach nicht mehr...

Da ich bisher noch nicht allzu viele Blog gelesen habe, weiß ich gar nicht, wie man ihn beendet und ob das was ich hier geschrieben habe überhaupt eines Blogs würdig ist. Aber einen Versuch ist es ja wert und ich merke, dass es mich wieder ein Stück weit befreit hat, zu Schreiben. Und vielleicht findet sich ja doch der ein oder andere Leser, der vielleicht auch Lust hat mir ein Kommentar zu hinterlassen.

Liebe Grüße
Klara

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